Wettbewerb Deutsche Botschaft Tiflis

Die Grundkonzeption eines Botschaftsgebäudes der Bundesrepublik Deutschland wurde anhand der Abwägung entwickelt, wie harmonisch sich die Baumaßnahmen in das vorgefundene -in diesem Fall für die Zukunft projektierte- Umfeld einfügen, und wie sehr dem Bedürfnis nach Repräsentation Rechnung getragen wird. Eine angemessene Außendarstellung der Baumassen und der Gebäudehülle stellt ein Qualitätsmerkmal deutscher Diplomatie dar.

Es fällt nicht schwer, sich die Zukunft des landschaftlich reizvollen Stadtteils als von privatem und öffentlichem Grün durchzogenem Areal mit villenartiger Bebauung vorzustellen. Somit wurde eine dieser Zukunft angemessene Körnung der Bebauung gewählt, die aus räumlich klar separierten Baukörpern für Kanzlei und Residenz besteht.

Diese stehen in einer eindeutigen geometrischen Ordnung zueinander und zeigen so ihre Zusammengehörigkeit. Gleichzeitig können die Außenanlagen die Baukörper frei umfließen und den Charakter eines Landschaftspark-artigen Villengartens annehmen. Aus der Anordnung der Baukörper auf dem Grundstück ergeben sich die für ein gutes Funktionieren der Anlage entscheidenden Zusammenhänge:

- direkte und repräsentative Zugänge von Visastelle und Büronutzung der Kanzlei

- angemessene Privatheit der Residenz

- Zonierung der Außenbereiche in Vorfahrt, Visahof und

Mitarbeitergarten, repräsentativer und privater Residenzgarten

Durch die Bildung von geschosshohen Terrassen zum optimalen Einfügen in die Topographie wird ein hohes Maß an Privatheit der unterschiedlichen Funktionsbereiche erreicht. Um den Charakter eines Landschaftsparkes aufrechtzuerhalten, und die reizvolle Aussicht aus der Residenz in den Park zu gewährleisten wird bewusst auf eine oberirdische Parkierung auf dem Grundstück verzichtet.

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