5. Preis - Neubau KVBW-Hauptverwaltung in Karlsruhe

 

Konzeption

Das Umfeld des Neubaus der KVBW-Hauptverwaltung wird zukünftig durch die im Bebauungsplan „Im Lohfeld“ definierte Struktur geprägt werden. Die nördlich der Ludwig-Erhard-Allee gelegene historisch gewachsene Bebauung findet so einen geordneten Abschluss. Gleichzeitig übernimmt die Neubebauung die Funktion eines Portals in das Gebiet. Unter Berücksichtigung dieser durch den Bebauungsplan sehr dezidiert vorgegebenen dienenden stadträumlichen Funktion gilt es ein Baukörper zu schaffen, der den KVBW angemessen repräsentiert.

 

Dies wird durch folgende Elemente erzielt:

- Die Gestaltung und Gliederung der Baukörpers zum Straßenraum wurde aus der Funktion der Büronutzung abgeleitet ist. Die Anforderungen an innenräumliche Qualitäten wurden durch ein lebhaftes und angemessen gegliedertes Fassadenbild umgesetzt.

- Der Innenhof wird als kommunikative, die Arbeitsplatzqualität steigernden Aufenthalts- und Erholungsbereich gesehen. Dementsprechend wurden die Baumassen hier freier gestaltet. Gemeinsam genutzte Flächen wurden zum Innenhof hin orientiert.

- Die innere Struktur ermöglicht eine reversible und flexible Unterteilung der Büroflächen. Die Bürotypologie kann sowohl innerhalb der einzelnen Arbeitsbereiche des KVBW als auch der Mieteinheiten je nach Nutzeranforderungen frei definiert werden. Innerhalb dieser Struktur sind frei geformte Inseln platziert, die zum einen Vertikalerschließung und Versorgung übernehmen, zum anderen Flächen für gemeinsam genutzte Funktionen aufweisen.

 

Fassade und Materialität

Die Gestaltung und Gliederung der Fassadenflächen verleiht dem Gebäude eine eigene Handschrift. Anordnung und Größe der verglasten Flächen ist an der jeweiligen Nutzung orientiert und bezieht sich auf das Ausbauraster. Durch vertikale und horizontale Bänder aus gefärbten Fertigteilen wird eine Struktur geschaffen, die der eigentlichen thermischen Hülle vorgelagert ist. Die bietet durch ihre Tiefe Verschattung sowie begrenzt den Einblick von Unten. Entlang der Ludwig-Erhard-Allee kann diese Struktur durch Prallscheiben als Füllelemente ergänzt werden. Dies ermöglicht individuell öffenbare Fenster trotz der stärkeren Verkehrsbelastung an der Straße. Sollten für einzelne Nutzungsbereiche erhöhte Sicherheitsanforderungen an die Fassade gestellt werden, kann dies auf diesem Weg ebenfalls umgesetzt werden.

zum Wettbewerb

Veröffentlichung: competionline.com

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